Leserbrief: Wem nützt die Personenfreizügigkeit?


Mit der Begrenzungsinitiative erhalten wir noch einmal die Möglichkeit, uns zum Personenfreizügigkeitsabkommen zu äussern. Die entscheidende Frage dabei lautet: Wem nützt die Personenfreizügigkeit? Meine Meinung: Den Grosskonzernen und Abzockern! Statt Schweizerinnen und Schweizer anzustellen, können die Grosskonzerne günstige Arbeitskräfte aus der EU holen. Wir Schweizer haben das Nachsehen. Selbst das Parlament hat dies erkannt und mit der nun aufgegleisten Überbrückungsrente ein Instrument erfunden, um ältere Arbeitnehmer, die keinen Job mehr finden, finanziell zu unterstützen. Normalerweise würden diese Arbeitnehmer eine Stelle finden – schliesslich heisst es ja immer, dass ein Fachkräftemangel herrsche. Sind ältere und somit erfahrene Menschen keine Fachkräfte? Eigentlich schon, aber wenn man die «Fachkräfte» auch günstiger aus der EU holen und dadurch den Unternehmensgewinn maximieren kann, lässt man die ältere Schweizerin bzw. den älteren Schweizer gerne links liegen. Das ist das wahre Gesicht der Personenfreizügigkeit! Da bei weitem nicht alle hierher geholten EU-Bürger langfristig arbeitswillig sind, ist der Anteil derer, die früher oder später von unserem Sozialstaat abhängig sind, überproportional hoch. Ich wäre dafür, dass die Unternehmen, welche Angestellte aus dem Ausland holen auch für die Folgekosten aufkommen müssten, denn dann würden sie sich dieses Gebaren zweimal überlegen. So aber sind wir Schweizer die Leidtragenden.

Seit der Einführung der Personenfreizügigkeit sind rund 1 Million Menschen in die Schweiz eingewandert. Natürlich wurden in dieser Zeit auch Arbeitsplätze geschaffen, aber pro Kopf hat das Einkommen seit der Einführung der Personenfreizügigkeit nicht zugenommen. Was mehr erwirtschaftet wird muss schliesslich auch auf mehr Arbeitnehmer verteilt werden. Hingegen hat die Lebensqualität, weil es immer enger wird, abgenommen. Die 10-Millionen-Schweiz ist kein Droh-Szenario mehr, sondern im Falle der Weiterführung der Personenfreizügigkeit so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich verstehe jeden EU-Bürger, der in die Schweiz kommt um zu arbeiten, denn die Arbeitsbedingungen und die Kaufkraft sind in der Schweiz im Gegensatz zur EU geradezu paradiesisch. Die Interessen der EU-Bürger widersprechen jedoch den unseren!

Deshalb: Fragen Sie sich, ob Ihnen die Personenfreizügigkeit nützt oder schadet! Ich stimme mit voller Überzeugung JA zur Begrenzungsinitiative!

Emanuel Suter, Grossratskandidat SVP, Gipf-Oberfrick

Emanuel Suter

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